Als Schandfleck galt dieses Gebiet, gottverlassen nannte man den Ort, der heute zum Unesco-Weltkulturerbe der Menschheit gehört. 39 Jahre alt ist die Unternehmerin Margareta Berg, die als junges Mädchen Berlin verliess und in der italienischen Stadt der Steine „hängen blieb“. Gemeinsam mit ihren Geschäftspartnern Kihlgren und Ducrot hat Margareta einen architektonischen Wahnsinn gezaubert. Insgesamt 18 Zimmer hat das Höhlenhotel, bis zu sechs Meter hoch sind die Decken. „Minimalismus“ ist das Stichwort der Stunde und der Luxus findet sich weder in neuester Technik noch in WiFi-Tauglichkeit wieder. Wer im Sassi di Matera absteigt, der kann dem Alltag auf Wiedersehen sagen. Eine fast meditative Atmosphäre sorgt für ein Abschalten, wörtlich genommen. Die geschichtsträchtigen Räumlichkeiten sind, und das ist vielleicht der spannendste Aspekt, mehr als blosse Anmutung. Sie sind echt. Jegliches Interieur ist antik, selbst die Bettlaken stammen aus alten Lagerbeständen einer ungebrauchten Mitgift aus einem edlen Palazzo. Und wenn man morgens die Träume aus den antiken Laken geschüttelt hat, kann man die Gegend erkunden und auf den Spuren von Mel Gibson wandeln, der hier seinen Film „Die Passion Christi“ gedreht hat.
Tipps und Infos
Puristischer Luxus hat seinen Preis. Die Once-in-a-lifetime-Experience gibt es ab 275 Euro p.N.
www.designhotels.com,
www.sassidimatera.com