BLONDE - Home
FASHION AND STYLE
LIVING AND CULTURE
BEAUTY AND WELLNESS
TRAVEL
ABONNEMENT
INHALT
KONTAKT
IMPRESSUM
Just a sideline
Just a sideline
Chloe Sevigny für Opening Ceremony

Chloë Sevigny will nicht so recht in die Hollywood Glamour-Schublade passen. Muss sie auch nicht – sie ist so facettenreich, Kategorisierungen würden ihr nicht gerecht werden.


Ihr jüngster Coup: Eine zweite Kollektion für das New Yorker Label Opening Ceremony. Das diese eigentlich eine Männerkollektion ist, ist auch irgendwie typisch für Chloë, wie BLONDE-Autorin Mahret Kupka weiss.


Im Londoner Double Club präsentierte die Film- und Stilikone Chloë Sevigny zur Fashionweek die Früchte ihrer zweiten Kollaboration mit dem New Yorker Concept-Store Opening Ceremony. Entstanden ist eine Men’s-Wear-Linie, die aber, nach eigenen Angaben, an Frauen auch gut aussieht. Inspiration für die Kollektion waren sämtliche Jugendkulturen der vergangenen 50 Jahre – ein bisschen preppy New England und Punk, ein bisschen New Wave und Rockabilly. „My references are all over the map“, sagte Chloë kürzlich in einem Interview.

Aber wer ist das eigentlich, Chloë Sevigny, und was macht sie sonst so, die blonde Frau mit den langen Beinen, der markanten Nase und dem unverwechselbaren Stil? Abschliessende Antworten gibt es nicht auf die Fragen, die sich die meisten beim Namen der 1974 in Darien, Connecticut, Geborenen stellen dürften. Das mag auch damit zusammenhängen, dass Chloë Sevigny nichts tut, dass sich leicht in Schubladen einordnen liesse. Sie ist Schauspielerin, Muse, Markenbotschafterin, Designerin und bei alldem vor allem sehr sie selbst.

Ihren ersten grossen Leinwandauftritt hatte sie vor rund zehn Jahren in Larry Clarks New Yorker Sozialdrama „Kids“, als HIV-infizierte Jennie, seitdem ist Chloë da, arbeitete mit Regiegrössen wie Woody Allen, Lars von Trier und David Fincher in oft kontroversen Rollen, die ihren Ruf als ernstzunehmende Schauspielerin festigten. Mittlerweile wird Chloë Sevigny gern als die Kate Moss von New York bezeichnet, wobei die Parallelen zwischen beiden weniger in ihrer Arbeit zu suchen sind, als in dem was sie für ihr jeweiliges Umfeld – als Botschafterinnen eines eigenen Stilgefühls. Ebenso wie es keine zweite Kate gibt, gibt es keine weitere Chloë.

Vor diesem Hintergrund erscheint es ganz logisch, dass nicht nur Brands wie Louis Vuitton, Miu Miu und Mac ihre Werbekampagnen mit der unverkennbaren Blondine schmücken, sondern auch das Label Chloé das Gesicht der Namensvetterin zur Vermarktung ihres Duftes „Chloé“ nutzte. Auf einer Schublade für Chloë Sevigny könnte einfach nur „Chloë“ stehen, denn selbst wenn sie Kleidung entwirft, schaut diese so aus, als hätte sie einfach ein paar Teile aus ihrem privaten Kleiderschrank geholt und in den Läden an die Stange gehängt. So sagt sie in einem Interview, dass es ihr bei der zweiten ebenso wie bei der ersten Zusammenarbeit mit Open Ceremony sehr wichtig war, Teile machen zu können, die sie schon immer mal haben wollte. Während ihre erste 40-teilige Kollektion für den Sommer 2008 noch sehr mädchenhaft mit Hemdblusenkleidern und geblümten Bustiers daherkam, ist das jüngst für den kommenden Winter in London präsentierte weitaus androgyner. Offiziell als Herrenkollektion deklariert, waren unter den Freunden und spontan auf der Strasse Gecasteten, die während der Präsentation als Models fungierten, auch Frauen in weiten Pyjamahosen, übergrossen 80er-Jahre- Herrensakkos, Jeanswesten, Männerhemden und Leo-Print-Strickjacken. Einzig die Schuhe, hohe Schnallen, Keilabsatz-Stiefeletten im Bikerstil, die ebenso wie die Herrenschuhe der Kollektion in Kollaboration mit dem amerikanischen Schuhhersteller Bass entstanden, sind ausschliesslich für Damen gedacht. Die Inspiration stammt ebenso wie die meisten der Models von der Strasse, London, Mailand, die Donwtownszene in New York, deren fester Bestandteil sie ist seit ihrer Teenagerzeit – Magazine sind ihr oftmals zu „clean“.

Als Modemacherin sieht sich Chloë dennoch nicht unbedingt, sondern versteht den Ausflug in die Designwelt eher als Entspannung, als schöne Nebenbeschäftigung: „Designing is just a sideline. I love pouring my creative energy into fashion during my downtime“, das fliesst nicht nur in Kollektionen, sondern macht sich auch in ihrer privaten Garderobe bemerkbar: Chloë Sevigny ist eine der wenigen Schauspielerinnen, die keinen Stab an Stylisten im Hintergrund haben. Mode ist für sie etwas sehr Persönliches, so wie alles, was sie tut, eben sehr persönlich ist, sehr Chloë. „It’s a way of identifying with other misfits“, da möchten wir auch gern aus der Reihe uniformierten Einheitsbreis tanzen.

Zur Autorin:
Mahret Kupka lebt als freie Journalistin und Bloggerin in Berlin, wenn sie nicht gerade in Hamburg oder irgendwo anders ist. Ihre Texte zu Mode und Kunst sind in einschlägigen Zeitungen und Magazinen zu lesen. Tägliche Einblicke in ihr aufregendes Leben gewährt sie auf www.fnart.org.



von Mahret Kupka
FASHION & STYLE
Trends, Fashion und Styles, die uns gefallen
Streetstyles

Streetstyles

15 Minutes Of Fame

15 Minutes Of Fame

Le soleil de la nuit

Le soleil de la nuit

Like A Rolling Stone

Like A Rolling Stone

Mermaids for tomorrow

Mermaids for tomorrow

Meeresrauschen

Meeresrauschen

Blue Wave

Blue Wave

Das neue Schwarz

Das neue Schwarz

Streetstyles

Streetstyles

Schichtarbeit

Schichtarbeit

FASHION & STYLE | NEWS
Trends, Fashion und Styles, die uns gefallen
Maritim mal anders!

Maritim mal anders!

Palladium

Palladium

Louis Philippe de Gagoue

Louis Philippe de Gagoue

Fake Tattoos

Fake Tattoos

Barcelona Fashion Week

Barcelona Fashion Week

Jump, jump!

Jump, jump!

www.erfurt.com - Hier klicken!